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Kurzdarmsyndrom und Ernährung


Internistisches Management


Stationäre Patienten sowie Evaluation zur Dünndarmtransplantation

Dünndarmtransplantation
Binnen der letzten 20 Jahre hat sich die Dünndarmtransplantation in der Versorgung von Patienten mit Kurzdarmsyndrom etabliert. Dieses begründet sich durch die schlechte Prognose von Patienten unter langjähriger parenteraler Ernährung, als auch durch die enormen Fortschritte in der Transplantationsmedizin. Aktuell liegen die Einjahresüberlebensraten sowohl für das transplantierte Organ, als auch für den Patienten bei ca. 80%. Neue immunsuppressive Protokolle versprechen zukünftig weitere Verbesserungen in den Überlebensraten nach Transplantation. Die Dünndarmtransplantation ist dann indiziert, wenn die Funktion des Dünndarms nicht mehr ausreichend vorhanden ist und zugleich die parenterale Ernährung zur Komplikationen wie Port-Infektionen, Gefäßkomplikationen, Leberwerterhöhungen und Diabetes mellitus entstehen. Eine frühzeitige Überweisung in ein multidisziplinäres Kurzdarmzentrum mit der Option einer evtl. Dünndarmtransplantation ist dringlichst zu empfehlen, um den Zeitpunkt einer evtl. Transplantationsindikation zeitgerecht stellen zu können. Fortgeschrittenere Verläufe bedürfen einer Multivisceraltransplantation, ggfs. ist eine Transplantation nicht mehr durchführbar. Je nach dem Verlauf ist auch eine Listung für die Transplantation im nicht-aktiven Zustand möglich, d.h. man kann sich damit offen halten aktiv gelistet zu werden.

Multivisceraltransplantation
Je nach der Ursache und dem Ausmaß der Erkrankungen sind im Rahmen einer Multivisceraltransplantation kombinierte Transplantationen von Leber, Dünndarm, Pankreas und Niere möglich. Indikationen sollten nur gestellt werden, wenn keine sonstigen therapeutischen Möglichkeiten für den Patienten alternativ sinnvoll verfügbar sind. Im Falle eines Kurzdarmsyndroms entwickelt oftmals der Patient über eine langjährige parenterale Ernährung eine Fettleber, ggfs. eine Fettleberhepatitis, ggfs. bis hin zu einem Umbau i. S. einer Leberzirrhose. Diese Patienten bedürfen dann z.B. einer kombinierten Leber-/Dünndarmtransplantation. Weitere Komplikationen einer parenteral verabreichten Ernährung kann die Entwicklung einer Insulinresistenz und damit die Entstehung eines Diabetes mellitus sein. Im Einzelfall ist dann noch eine kombinierte Transplantation mit Pankreas möglich.

Die Betreuung von Patienten mit Kurzdarmsyndrom ist nur durch eine optimierte Zusammenarbeit verschiedenster Fachdisziplinen in der Medizin denkbar. Die Entwicklungen der parenteral verabreichten Ernährung führen häufig selbst nach vielen Jahren zu keinen wesentlichen Komplikationen. Auch die Versorgung evtl. auftretender Komplikationen ist im Wechselspiel zwischen den beteiligten Fachdisziplinen bedeutend in der Betreuung des Patienten. Neue innovative Konzepte werden auch für Patienten mit Kurzdarmsyndrom entwickelt. Ein Schwerpunkt stellt dabei die Regenerationsbefähigkeit des Dünndarms dar. Zelltherapeutische Ansätze wie auch der Einsatz von Stammzellen könnten hier zukünftig eine Rolle spielen.


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